Schulprojekt Religionen in München
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Kloster St. Gabriel - Die Schwestern vom Guten Hirten

Foto vom Innenraum des St.-Gabriel-Klosters

Adresse

Wolfratshauser Straße 350, 81479 München

AutorInnen

Josephine, Dominik, Mona, Marina von der Klasse M1E der Alois Senefelder Berufsschule für Gestaltung & Druck (15.05.09)

Gesprächspartnerin

Schwester Cordula Weber

Zur Geschichte des Ordens

Gründerin der „Schwestern des Guten Hirten“ war Rosa Virginie Pelletier. Sie wurde 1796 auf der Französischen Insel Noirmontier geboren. 1835 wurde die Kongregation „Unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten“ als ein selbständiger Orden bestätigt. 1868 gab es 16 Ordensprovinzen mit 110 Häusern.

Zur Geschichte in München

Die Gründung des Klosters in München erfolgte 1840 von 3 Ordensschwestern. Es war das erste Kloster der Hirtenschwestern in Deutschland. König Ludwig I. stellte ein altes Gelände mit einem verfallenen Schloss in Haidhausen zur Verfügung.1843 wurde der erste Gottesdienst in der neu erbauten neugotischen Kirche gefeiert. Bereits 1844 gab es 26 Ordensschwestern. Am 30. Oktober 1965 zogen die Schwestern ins neue Kloster St. Gabriel in der Wolfratshauser Straße.

Religionssoziologie

St. Gabriel ist ein Verbund sozialer Einrichtungen in München (Solln). Heute gibt es nur noch 34 Schwestern von ehemalig 120, Nachwuchs gibt es keinen.

Einzigartig ist die Babyklappe in München, welche zur anonymen Babyabgabe dient. Vor Ort sind außerdem ein Mutter-Kind-Heim (inkl. großer Spielplatz), eine Blindenstiftung, eine Volkshochschule, ein Klosterfriseur sowie ein Haus, in dem sich Schwestern vor allem minderjährigen Müttern zuwenden und zur Seite stehen.

Religionsästhetik

Der Verbund St. Gabriel, welcher unter der Trägerschaft der Schwestern vom guten Hirten geführt wird, befindet sich auf einem weiträumigen Gelände. Betritt man das Gelände durch den Haupteingang trifft man auf die sog. Lebenspforte (Babyklappe), welche mit 4 Bereichen des Klosters verbunden ist und dort beim Öffnen bzw. Schließen einen Alarm auslöst. Die Empfangshalle und die Flure sind schlicht gehalten. Beim Durchschreiten der Gänge begegnet man symbolischen Gegenstände die auf die Herkunft und Glaubensrichtung der Schwestern hinweisen. Die visuell beeindruckendsten Räume sind die Gruft und die Kirche. Die Gruft ist modern gehalten, die Gräber sind kreisförmig um eine Art Altar angeordnet. Die Kirche ist weiträumig und wirkt einladend. Das Licht scheint durch kunstvolle Fensterscheiben. Zentriert wurde die Dekoration auf Maria als Königin der Engel. Sie lässt sich in Fensterbildern und Statuen wiederfinden.

Religionsgeographie

Die Schwestern vom guten Hirten sind in der ganzen Welt vertreten (z.B. Afrika, Neuseeland, Deutschland, Amerika und viele mehr). In München liegt das Kloster am Stadtrand, da die Mädchen früher vor allem in gärtnerische Tätigkeiten eingewiesen wurden und somit mehr Grünflächen zur Verfügung hatten.